Baufinanzierung für ihr Eigenheim
Damit die Baufinanzierung auf sicheren Beinen steht, gilt es mehr zu beachten als die Hinweise der Hausbank und die aktuell zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel der Familie. Wenngleich immer wieder Angebote dazu locken, den Hausbau ohne Eigenkapital anzugehen sollte man seinen Wunsch nicht über die Realität stellen. Zu schnell können unvorhergesehene Ereignisse dazu führen, dass man am Ende von den Zinsen für die laufenden Kredite „aufgefressen“ wird.
Grundlegend sollte man Eigenkapital in Höhe von mindestens 10 bis 20 Prozent aller anfallenden Kosten mitbringen, um die Baufinanzierung realisieren zu können. Wer allerdings von besten Konditionen profitieren möchte, erhöht seinen Eigenkapitalanteil auf 40 Prozent der Bausumme. Nur dann nämlich werden Baudarlehen zu den günstigen Konditionen vergeben, die in der Werbung versprochen werden. Nicht vergessen werden sollten die Baunebenkosten wie etwa Notargebühren, die Bauherren in der Regel zusätzlich aufbringen müssen und die leicht 5 bis 10 Prozent des Kaufpreises betragen können.
Bei der Wahl der Baufinanzierung sollten sich Bauherren in spe keinesfalls nur auf Hinweise und Tipps der Hausbank verlassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, auch Förderdarlehen und staatliche Förderungen in die Finanzierung einzubinden, dass nur ein umfassender Anbietervergleich herausfiltern kann, welches Institut tatsächlich die besten Konditionen bietet. In der Regel liegen die Direktbanken hier ganz weit vorn – allerdings bieten sie nicht die umfassende Beratung einer Filialbank.
Sollte die Hausbank einen Vorschlag für einen Kredit darlegen, sollte man auch selbst noch einmal überprüfen, ob man die monatlichen Raten auch dann noch zu tilgen weiß, wenn beispielsweise Arbeitslosigkeit, Krankheit oder andere widrige Umstände das Einkommen deutlich schmälern.
Ist man sich dessen sicher, muss die Hausbank den Kredit noch genehmigen und der Traum vom eigenen Haus kann endlich in die Tat umgesetzt werden.
